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Claude Sonnet 5.5: 30 Prozent schneller, bis 30 Prozent günstiger pro Task

Anthropic Claude Sonnet LLM Coding

Kaum eine Woche nach Opus 5.5 liefert Anthropic das zweite Modell der 5.5-Familie nach: Claude Sonnet 5.5 ist da - über 30 Prozent schneller als Sonnet 5 und dank drastisch reduziertem Token-Bedarf pro Task bis zu 30 Prozent günstiger, obwohl die Token-Preise gleich bleiben (2 Dollar pro Million Input, 10 Dollar Output, 20 Cent Cache-Read).

Die Benchmark-Sprünge

Die größten Sprünge gibt es im Agentic Coding:

  • Terminal-Bench 4.0: 70,6 Prozent gegenüber 10,3 Prozent bei Sonnet 5 - und damit sogar über Opus 5.5 (66,4 Prozent)
  • CursorBench 4.0: 55,5 Prozent (Sonnet 5: 34,1)
  • FrontierCode 1.1: bis 52,1 Prozent bei Xhigh, etwa auf GPT-6-Sol-Niveau (49,3) für rund ein Fünftel der Kosten pro Task
  • GDPval-AA: 1844 Punkte, nur 2 hinter Opus 5.5 und weit vor GPT-6 Sol (1487)
  • OSWorld 2.1 (Computer Use): 80,1 Prozent

Kurioses Detail: Sonnet 5.5 ist das erste Sonnet-Modell, das Pokemon Red komplett nur anhand von Screenshots durchspielt.

Erstmals Sonnet mit Opus-Safeguards

Weil die Cybersecurity-Fähigkeiten laut Anthropic auf Opus-5-Niveau liegen, startet Sonnet erstmals mit denselben Cyber-Safeguards und Fallbacks wie die größten Modelle. Zielgruppen sind klar verteilt: Opus 5.5 für komplexe Arbeit mit Urteilsvermögen, Sonnet 5.5 für gut abgegrenzte Alltagsaufgaben, Bugfixes und polierte Dokumente. Claude Haiku 5.5 für High-Volume-Workloads folgt in den nächsten Wochen.

Verfügbar ist Sonnet 5.5 mit Zero Data Retention auf der Claude Platform als claude-sonnet-5-5 sowie auf AWS, Google Cloud und Azure. Wer Thinking abschaltet, muss aufs neue between_tools-Setting umstellen. Kleine Fußnote der Release-Notes: Bei Max-Effort sank der FrontierCode-Score, weil das Modell häufiger den Code-Review-Skill nutzte und damit Scope-Overflow kassierte - nicht jede Automatisierung hilft also auf jedem Effort-Level.

Link: Anthropic