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GPT-6 Astra knackt ungelöste WWI-Funkchiffre nach 108 Jahren
Erstmals entziffert
OpenAIs GPT-6 Astra hat eine der bislang ungelösten deutschen Funknachrichten aus dem Ersten Weltkrieg geknackt. Die Botschaft vom 27. November 1918 war mit der ADFGVX-Methode verschlüsselt, bei der jedes Zeichen über ein Polybius-Quadrat in ein Buchstabenpaar übersetzt und anschließend per Spaltentransposition umsortiert wird. Mehr als ein Dutzend dieser Cryptogramme aus Klausis Krypto-Kolumne (den “Top 50 ungelöster Verschlüsselungen”) hielten allen bisherigen Lösungsversuchen stand - inklusive der Arbeiten des Codebreaking-Experten George Lasry.
Der Lösungsweg
Astra fand das Schlusselwort “TRUPPENVERSCHIEBUNG”, das auf den Seiten 214-215 der Standardreferenz von J. Rives Childs zur deutschen Militärkryptografie 1914-1918 dokumentiert ist, und rekonstruierte damit die komplette Transposition der 170 Zeichen. Entschlüsselt heißt die Nachricht: Ein englischer Kreuzer lief in Sewastopol ein, ein alliiertes Geschwader folgt am 26. November. Das Modell prüfte sein Ergebnis anschließend gegen die Original-Bordakten der HMS Canterbury - beide Angaben stimmen mit den historischen Logbüchern überein. Als Grund für das Scheitern früherer Versuche vermutet Astra, dass das Schlusselwort laut Keylist erst ab dem 9. Dezember 1918 gültig war, die Nachricht aber elf Tage früher gesendet wurde.
Original: GPT-6 Astra Solves a WWI German Radio Cipher (prinz)