Models
Holo4: H Company öffnet Computer-Use-Agenten für alle Interfaces
H Company hat Holo4 vorgestellt, die neue Generation seiner Computer-Use-Modellreihe. Das Besondere: Holo4 ist ein Generalist, der Software über alle verfügbaren Interfaces steuert - GUIs (Maus und Tastatur), eigenen Code, MCP-Server und APIs - und je nach Aufgabe die passende Methode wählt.
Die Modelle
- Holo4-27B: Dense-Modell mit 27 Milliarden Parametern
- Holo4-35B-A3B: Mixture-of-Experts-Variante mit 35B total, 3B aktiven Parametern
- Holotron4 Nano: Update der Holotron-3-Linie, basierend auf Nemotron 3 Nano Omni
Beide Holo4-Größen basieren auf der Qwen-Familie und sind als Open-Weights auf Hugging Face erhältlich - in BF16, FP8, NVFP4 und 4-Bit GGUF. Damit ist lokaler Betrieb auf eigener Hardware wieder möglich.
Benchmarks: Nah an der Frontier, zum Bruchteil der Kosten
Auf OSWorld 2.0 (Desktop-Steuerung) erreicht Holo4 27B 61,7 Prozent und liegt damit vor allen anderen offenen Modellen - nur Opus 5.5 (81,8 Prozent) und GPT-5.6 Sol (66,2 Prozent) sind besser, kosten aber ein Vielfaches pro Task. Auf AutomationBench (Zapier-API-Nutzung) zeigt sich ein ähnliches Bild. H Company veröffentlicht alle Trajectories der Benchmark-Laefe zum Nachvollziehen unter trajectories.hcompany.ai - seltene Transparenz in der Szene.
Agentic Task Factory und Training
Trainiert wurde per Supervised Fine-Tuning auf 127B Tokens plus Reinforcement Learning mit zwei spezialisierten Experten, die danach gemergt wurden. Grundlage ist die interne “Agentic Task Factory”: Pipelines, die aus Dokumentation interaktive Umgebungen und überprüfbare Aufgaben generieren - bisher rund 10.000 Tasks über Web-Apps, MCP-Server und Desktops, inklusive Hybrid-Umgebungen, die denselben Zustand per GUI und MCP exposen.
Im praktischen Vergleich mit dem Basismodell Qwen3.8 27B löst Holo4 Aufgaben wie 3D-Modellierung in FreeCAD oder ein komplettes Pac-Man-Spiel in Godot mit deutlich weniger Tool-Calls und Tokens. Der Harness wurde ebenfalls umgebaut: Der Agent bekommt jetzt ein zuverlässiges Gedächtnis über hunderte Schritte und eine Shell direkt auf der Desktop-Maschine.
Link zum Original: Hugging Face Blog