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Wann ich AI-Code ablehne – selbst wenn er funktioniert
Vinicius Brasil beschreibt in When I reject AI code even if it works eine zunehmende Herausforderung: Review-Kosten werden zum neuen Bottleneck bei der Arbeit mit Coding Agents.
Das Problem
Früher verbrachte man Tage mit Codebase-Exploration, Experimenten und Lösungsentwürfen, bevor man einen PR submitterte. Das Resultat: hohe Confidence, einfache Erklärung gegenüber Reviewern.
Mit AI-Code-Generierung – selbst mit good practices wie Plan-Mode und kleinen Commits – entsteht kognitive Überlastung. Man reviewt Code, den man selbst nicht durchdacht hat.
Kriterien für AI-Code-Ablehnung
Brasil lehnt AI-Code ab, wenn:
- Man kann die Lösung nicht in eigenen Worten erklären
- Der Diff größer ist als das Problem (Over-Engineering)
- Abstraktionen eingeführt werden, bevor sie nötig sind (YAGNI-Verletzung)
- Code lokal funktioniert, aber das System schwerer verständlich macht
- Man dem Output mehr vertraut als dem eigenen Verständnis
Der letzte Punkt ist kritisch: Code, der läuft und CI-Tests besteht, kann trotzdem eine schlechte Lösung sein.
Die bessere Strategie
Brasil beobachtet oft, dass er in der zweiten Session alle AI-Änderungen verwirft und neu beginnt. Der Unterschied ist nicht das LLM-Modell, sondern die menschliche Konsolidierung des Problems:
With more time to consolidate the problem I’m trying to solve, I can drive the agent to a better solution instead of being driven by it.
Fazit
Coding Agents brauchen weiterhin exzellente Engineers am Steuer, um zu nachhaltigen Lösungen zu gelangen. Autonome AI-Programmierung in produktiver Weise gibt es noch nicht – und das ist gut so. Die Kombination aus menschlicher Urteilskraft und AI-Beschleunigung bleibt der Sweet Spot.