Article
Claude Opus 4.7 steuert Roboter-Hund 20x schneller als Menschen
Anthropic veröffentlichte Project Fetch: Phase Two, eine faszinierende Fortsetzung ihres Roboter-Experiments von August 2025. Die Kernbotschaft ist bemerkenswert: Claude Opus 4.7 operierte vollautonom 20-mal schneller als die schnellste menschliche Teams.
Das Experiment
Im ersten Durchlauf hatten Anthropics Mitarbeiter – ohne Robotik-Expertise – mit Claude Opus 4.1 einen handelsüblichen Roboter-Hund (robodog) gesteuert. Das Claude-Team schlug das Team ohne Claude deutlich. Der Clou: Opus 4.1 konnte die Aufgaben nicht autonom lösen – es scheiterte bereits am Verbinden mit dem Roboter.
Ein Jahr später zeigt Opus 4.7 ein völlig anderes Bild:
- 37.7x schneller als Team ohne Claude (361 Min vs 9:35 Min)
- 18.9x schneller als Team mit Claude (181 Min vs 9:35 Min)
- 10x weniger Code als Team Claude, dabei erfolgreicher
Die Aufgaben umfassten: Verbindung zu Video/Lidar-Sensoren, programmatische Steuerung, Pfadverfolgung und Ball-Detection.
Drei-Phasen-Muster
Anthropic beobachtet ein wiederkehrendes Muster bei AI-Fähigkeiten:
- Modelle helfen Menschen (Opus 4.1 mit Human-in-the-Loop)
- Menschen helfen Modellen (Human als Supervisor)
- Modelle machen es selbst (Opus 4.7 autonom)
Diesen Übergang sahen sie bereits bei Cybersicherheit, nun bei physischen Robotern.
Limitationen
Keine Robotik-Revolution: Claude struggelte weiterhin mit präziser Ball-Retrieval-Steuerung. Die Experimente decken keine low-level Actuator-Policies ab. Der Fokus liegt auf High-Level-Programmierung von Roboter-Interfaces, nicht auf Bewegungskontrolle.
Fazit
Project Fetch demonstriert weniger die Roboter-Herrschaft als vielmehr die rasante Verbesserung von LLMs in Code-Generierung und Problemlösung. Wo Opus 4.1 noch menschliche Guidance brauchte, operiert Opus 4.7 bereits autonom – wenn auch in begrenztem Scope.