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Agility Digit 5: Humanoider Roboter lernt In-die-Hocke-Gehen statt Menschen zu gefährden

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Agility Robotics hat mit dem Digit 5 seinen ersten humanoiden Roboter vorgestellt, der darauf ausgelegt ist, gefahrlos direkt neben Menschen zu arbeiten - ohne abgetrennte Roboterzellen und Schutzbarrieren. Das könnte den Einsatz in Lagern und Autofabriken deutlich ausweiten, denn bislang war Sicherheit der Blocker für praktisch jeden Anbieter in der Branche.

Reaktives Sicherheitssystem statt Not-Aus

Erkennt Digit 5 einen Menschen auf Distanz, reagiert das System autonom: Der Roboter weicht aus oder bleibt einfach stehen, damit die Person vorbeigehen kann. Kommt jemand näher, geht Digit 5 in die Hocke und nimmt eine sitzende Position ein. Dahinter steckt ein komplexes “Safe Motion System”, das je nach erkannter menschlicher Präsenz unterschiedliche Gegenmaßnahmen wählt - granularer als ein einfaches Abschalten.

Technisch basiert die Menschen-Erkennung auf KI-Algorithmen und mehreren vision-basierten Sensortypen. Als Rechenplattform dient Nvidias Thor IGX samt Halos-for-Robotics-Safety-Stack; Agility ist laut CTO Pras Velagapudi einer der ersten, die das für eine funktional sichere Applikation durchziehen. Parallel arbeitet das Unternehmen in einer ISO-Arbeitsgruppe am künftigen Standard ISO 25785-1 für industrielle mobile Roboter.

Fähigkeiten und Zeitplan

  • Bis 50 Pfund (ca. 23 kg) wiederholtes Heben - deckt alle Einzelpersonen-Lift-Tasks der US-OSHA-Regeln ab
  • 90 Minuten Akkulauf, 9 Minuten Ladezeit - über 20 Arbeitsstunden pro Tag
  • 1,80 m groß, Reichweite bis 2,20 m - erreicht Regale wie ein erwachsener Mensch
  • Wechselbare Greifer (“End-Effektoren”) für unterschiedliche Aufgaben

Früher Zugang ist für die erste Hälfte 2027 geplant, die allgemeine Verfügbarkeit zum Jahresende. Die RoboFab-Produktion in Salem, Oregon, wird dafür umgerüstet. Die Digit-Vorgänger haben bereits über 65.000 Arbeitsstunden bei Kunden wie GXO, Schaeffler, Amazon und Toyota gesammelt. Agilitaets Ausblick: “Cooperative Safety” in geteilten Räumen ist der Zwischenschritt, “Collaborative Safety” - direktes Zusammenarbeiten auf Armlänge - das nächste Ziel.

Quelle: arstechnica.com