News
KI-Blindheit: Wenn das Gehirn KI-generierte Texte automatisch ausfiltert
Rafal Cymerys beschreibt ein Phaenomen, das viele KI-Nutzer unbewusst erleben: AI-blindness. Aehnlich wie Banner-Blindness beim Uebersehen von Web-Werbung, beginnt das Gehirn KI-generierte Texte automatisch zu ignorieren.
Die Symptome
Cymerys erzaehlt von Situationen bei der Arbeit, in denen er Dokumente erhaelt, sie liest, aber der Inhalt nicht verarbeitet. Die Gemeinsamkeit aller Faelle: starke KI-Spuren. Ein Designdokument, das wie Claude-Copy-Paste wirkt. Ein 20-seitiges Marketing-Deck, das vernuenftige Strategie mit technischem Nonsens vermischt. Ein Requirements-Dokument, das einfache Konzepte uebertrieben ausschweifend beschreibt.
Das Muster
Die Erkennungsmerkmale sind konsistent: bestimmte Wortwahl, Satzfluss, und der Versuch, jedes kleine Detail als Durchbruch zu verkaufen. Wer RBAC-Checkboxen in einer Enterprise-App beschreibt, sollte das nicht so praesentieren, als haette man gerade das Feuer erfunden. Das Gehirn hat offenbar gelernt, diese Signale zu erkennen und automatisch abzuschalten.
Ironie der Situation
Das Fazit ist bitter: Dieselbe KI, die produktiver machen sollte, verlangsamt jetzt auf unerwartete Weise. Wer ein Jahr damit verbrachte, die Konzentration wiederzuerlangen, stellt fest, dass die KI-Flut an Texten - LinkedIn-Posts, Emails, Websites - voll von Woertern aber leer von Bedeutung, zu einer Art praetrainiertem Filter im eigenen Kopf gefuehrt hat.
Der Artikel wirft eine unbequeme Frage auf: Wenn KI-Texte zunehmend ignoriert werden, was bedeutet das fuer die naechste Welle von KI-generiertem Content in Geschaeftsdokumenten?