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Cory Doctorow: Wie man die KI-Blase platzt
Die KI-Blase und ihre Wurzeln
Cory Doctorow, bekannt für seine Analyse der “Enshittification” der digitalen Welt, hat ein neues Buch veröffentlicht: “The Reverse Centaur’s Guide to Life After AI”. Darin argumentiert er, dass die aktuelle KI-Hype-Blase unausweichlich platzen wird – mit potenziell katastrophalen Folgen für die Tech-Industrie.
Reverse Centaurs: Menschen als Anhängsel der Maschinen
Doctorow unterscheidet zwischen “Centaurs” (Menschen, die durch Technologie verstärkt werden – eine positive Entwicklung) und “Reverse Centaurs” (Menschen, die als fleischige Anhängsel für unbarmherzige Maschinen dienen). Letzteres beschreibt er am Beispiel von Amazon-Lieferfahrern: umgeben von KI-Kameras, die jeden ihrer Bewegungen überwachen, fungieren sie als Peripheriegerät für das Lieferfahrzeug.
Die Blase wird platzen
“Sieben KI-Unternehmen machen derzeit mehr als ein Drittel des Aktienmarktes aus, und sie reichen sich endlos dieselben 100 Milliarden Dollar an Schuldscheinen weiter”, warnt Doctorow. “KI ist das Asbest in den Wänden unserer technologischen Gesellschaft, mit wilder Hingabe gestopft von einem Finanzsektor und Technologie-Monopolisten, die außer Kontrolle geraten sind. Wir werden es noch eine Generation lang ausgraben müssen.”
Was zu tun ist
Doctorow ist nicht prinzipiell gegen KI – er nutzt KI-Tools regelmäßig und sieht Potenzial in vielen als nützliche Plugins oder coole neue Apps. Was ihn alarmiert, ist die Hype-Ökonomie: die enormen Kapitalausgaben, die unrealistischen Erwartungen und die selbstbedienende Kommunikation. Wenn die KI-Investitionsmanie endet, werden die meisten Modelle verschwinden, weil es einfach nicht mehr wirtschaftlich sein wird, die Rechenzentren am Laufen zu halten.
Das Buch ist ein Weckruf: Anstatt KI als unvermeidlich zu akzeptieren, sollten wir die Realität hinter dem Hype verstehen und uns auf die Zeit danach vorbereiten.