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AI-Design-Horrors: Trumps .gov-Website-Redesign scheitert

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Vor einem Jahr kündigte Trump per Executive Order das “National Design Studio” (NDS) an: Eine DOGE-ähnliche Einheit, die 27.000 .gov-Websites in drei Jahren mit KI-Unterstützung modernisieren sollte. Ein Jahr später: Ernüchterung.

Was erreicht wurde

Die Erfolge sind bescheiden:

  • Meistens Single-Page-Launches: Die meisten der wenigen Dutzend veröffentlichten Websites bestehen aus einer einzigen Seite mit einem Anmeldeformular
  • TrumpRX: Die nützlichste Site bietet einen Medikamentenpreis-Vergleich – alles andere verweist auf Legacy-Websites
  • Domain-Redirects: Neue Domains wie live.gov, onlyfarms.gov, aliens.gov leiten auf alte Seiten weiter
  • Vermutlich übernommene Projekte: Die Modernisierung des Rentensystems lief bereits vor NDS-Gründung

Kritik von Experten

Design-Experten kritisieren insbesondere:

  • Übermäßige Abhängigkeit von KI-Tools
  • Fehlende Accessibility-Tests nach ADA-Standards
  • Mangelnde Usability für behinderte Nutzer

Agencies zeigen sich zunehmend widerständig gegenüber einer Zusammenarbeit mit dem NDS, wie Ars in Erfahrung bringen konnte.

Das strukturelle Problem

Die Teams, die jahrelang an der Verbesserung von Regierungs-Websites gearbeitet haben – 18F und US Digital Service – wurden durch DOGE abgeschafft oder umstrukturiert. Mitte 2023 nutzten nur 30% der Regierungs-Websites die USWDS-Standards. Das USWDS-Team selbst wurde auf einen einzigen Vollzeitmitarbeiter reduziert.

Fazit

Das Projekt zeigt die Grenzen von KI-first-Ansätzen bei komplexen, groß angelegten Modernisierungen. Ohne Expertise in Accessibility, Usability und Behördenprozessen scheitert selbst die beste KI an den realen Anforderungen von 27.000 unterschiedlichen Websites.

Quelle: Ars Technica