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KI-Unicorns veroeffentlichen kaum noch Forschung
Eine Studie von John Ioannidis (Stanford) analysierte alle 317 KI-Unicorns - private Firmen mit ueber 1 Milliarde Dollar Bewertung - von 1998 bis 2025. Das Ergebnis ist ernuechternd: Ueber die Haelfte hat nie eine einzige wissenschaftliche Publikation produziert. Alle KI-Unicorns zusammen waren 2025 fuer nur 1 von 1000 KI-Papern verantwortlich.
Konzentration bei wenigen
Die wissenschaftliche Wirkung ist extrem konzentriert: Die top 5% der Firmen erzeugen ueber 90% aller Zitate. OpenAI allein fuer fast 40% aller Zitate, gefolgt von Megvii und Hugging Face. Und selbst bei OpenAI kommen die Publikationen von winzigen Gruppen - nur 8 Forscher hatten 5+ qualifying Papers, bei ~4.500 Angestellten.
Warum nicht?
Drei Gruende: Erstens fehlen IP-Anreize. Google’s Transformer-Paper von 2017 ist die Lehre - patentiert, aber niemand zahlt dafuer Lizenzen. Zweitens operieren Startups schneller als Peer-Review erlaubt. Drittens dominieren Blog-Posts und Tech-Reports statt wissenschaftlicher Publikationen - die “Blogification” der Forschung.
China vs. USA
Chinesische KI-Firmen veroeffentlichen konstant mehr als ihre US-Pendants. Waehrend US-Labs wie OpenAI und Anthropic immer geschlossenere Modelle发布en, setzen chinesische Firmen auf Open-Source. Moonshot AI released kuerzlich Kimi K3 mit Gewichten auf Hugging Face.
Die Frage ist nicht Journals vs. Blogs, sagt Avijit Ghosh von Hugging Face, sondern ob Firmen genug Code, Daten und Modell-Gewichte fuer unabhaengige Ueberpruefung freigeben. Ioannidis, der frueher Theranos’ fehlende Publikationen kritisierte, zieht die Parallele bewusst.