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KI-Washing: PR-Firmen klagen über übertreibene KI-Marketing

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Britische PR-Firmen berichten über einen alarmierenden Trend: Unternehmen aus traditionellen Branchen drängen dazu, ihre Produkte als “KI-getrieben” zu vermarkten, obwohl oft nur einfache Automatisierung dahintersteckt. PR-Professionals sprechen von “Yoga-Level-Stretching” bei dem Versuch, KI-Labels an Produkte zu kleben.

Ein PR-Manager aus Süd-London beschreibt die Situation drastisch: Man höre förmlich, wie die Augen der Journalisten rollen, wenn das Wort KI falle. Unternehmen würden verzweifelt versuchen, das KI-Label an allem zu befestigen, egal wie lose die Verbindung sei.

Die Phänomene reichen von einem Schuhunternehmen, das sich zu einem “KI-Grafikprozessor”-Unternehmen “pivoted” hat, bis hin zu Genetik-Firmen, die KI-gestützte Bluttests bewerben. In den Postfächern der Journalisten landen Pressemitteilungen über KI-Basketballkörbe und KI-Laser, die angeblich Frauen auf überfüllten U-Bahn-Steigs schützen sollen.

Die Herausforderung für Kommunikationsprofis ist real: Etwa 50 Prozent der Pressemeldungen, die sie versenden, wollen sie nicht wirklich versenden. Ein Account-Director aus London erklärt, dass ein Gebäudescanner, der Grundrisse generiert, als KI vermarktet werde - obwohl es sich im Grunde nur um einen handelsüblichen Scanner mit etwas Beschleunigungs-Algorithmus handle.

Das Problem verschärft sich, wenn Unternehmen KI mit Arbeitsplatzreduktion verbinden. Standard Chartered musste sich jüngst entschuldigen, nachdem der CEO Mitarbeiter als “weniger wertvolles Humankapital” bezeichnet hatte, die durch KI ersetzt werden könnten.

Für Entwickler und Technologie-Entscheider ist dies ein wichtiges Signal: Die KI-Hype-Blase zeigt Risse. Bei der Bewertung von “KI-Produkten” lohnt sich ein genauerer Blick darauf, was wirklich an KI-Technologie dahintersteckt.

Link: The Guardian - AI Washing