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Amazon und seine Million Roboter - Foundation Models im Lager, Druck auf die Belegschaft
Kein Unternehmen betreibt mehr Roboter als Amazon: Über eine Million Maschinen laufen in den Fulfillment-Centern rund um die Uhr - neben rund 1,5 Millionen menschlichen Beschäftigten. Ars Technica hat sich angesehen, wie viel KI inzwischen in dieser Flotte steckt und was das für die Menschen daneben bedeutet.
Von Kiva zu Foundation Models
Der Großteil der Flotte sind weiterhin fahrende Roboter (Hercules, Titan, der frei navigierende Proteus), seit Kurzem koordiniert von einer Modell-Suite namens DeepFleet, die Robo-Staus vorhersagt. Spannender sind die Greifarme:
- Robin sortiert Pakete per Saugnapf - ein ML-Pick-Ranker, trainiert auf 394.000 Greifversuchen, spart rund 16.500 Fehlgriffe pro Million Picks gegenüber klassischen Algorithmen.
- Cardinal packt bis zu 23 kg schwere Pakete “Tetris-artig” in Rollwagen.
- Sparrow war laut Amazon der erste Einsatz echter Foundation Models, um hunderte Millionen unterschiedlicher Produkte zu greifen - ohne jedes Item einzeln zu programmieren.
- Vulcan kombiniert Kamera mit Kraftsensorik (“Tastsinn”), läuft u.a. in Hamburg und soll 2027 skalieren.
Dazu kommen ein Perception-Foundation-Model für unbekannte Produkte und ein generisches Action-Model für verschiedene Greifer-Typen.
Die Kehrseite
Eine Studie im ILR Review (2025) zeigt: 40 Prozent weniger schwere Verletzungen in Robotik-Lagern, aber 77 Prozent mehr leichtere Überlastungsschäden - weil der Roboter das Arbeitstempo vorgibt. Interne Dokumente sprachen laut NYT zudem von bis zu 600.000 nicht nötigen Neueinstellungen bis 2033. Amazon verweist auf sinkende Unfallraten und mehr qualifizierte Technikerjobs.