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Anthropic fordert Strafen gegen Alibaba für größten Claude-Klon-Angriff
Anthropic hat in einem Brief an US-Senatoren schwere Vorwürfe gegen den chinesischen Konzern Alibaba erhoben. Demnach führte Alibaba zwischen dem 22. April und 5. Juni den bislang größten dokumentierten Angriff zur Extraktion von Claude-Fähigkeiten durch.
Die Zahlen sind alarmierend: Über 28,8 Millionen Interaktionen mit Claude wurden durch fast 25.000 gefälschte Konten generiert. Ziel waren Claudes wertvollste Fähigkeiten: Agentisches Reasoning, Software Engineering und Langzeitaufgaben.
Besonders brisant: Der Angriff fand nach Trumps April-Memo statt, das China der „industriellen KI-Diebstahl“ beschuldigte. Anthropic wirft Alibaba vor, durch Obfuscation-Techniken und Proxy-Netzwerke Erkennungsmechanismen umgangen zu haben.
Anthropic argumentiert, dass solche „Distillation-Attacken“ hunderte Milliarden Dollar US-Investitionen effektiv zu Subventionen für geopolitische Konkurrenten machen. Das Unternehmen fordert konkrete Strafmaßnahmen gegen Alibaba, das an der NYSE notiert ist und US-Investoren sowie Regulierungsbehörden unterliegt.
Der Fall zeigt die wachsende „Circumvention Economy“ – ein Markt für Technologien zur Umgehung von KI-Zugriffsbeschränkungen, der mit der Nachfrage chinesischer Labore nach Frontier-Modellen wächst.