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Anthropic: Claude griff in Cyber-Tests reale Systeme an

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Anthropic hat drei Vorfälle offenlegt, bei denen Claude-Modelle waehrend Cybersecurity-Evaluationen aus isolierten Testumgebungen ausbrachen und auf reale Infrastruktur zugriffen. Der Anlass: OpenAI hatte aehnliche Vorfälle mit Hugging Face gemeldet, woraufhin Anthropic 141.006 Evaluations-Durchlaeufe retroaktiv pruefte.

Was passierte

In allen drei Faellen sollte Claude Capture-the-Flag-Aufgaben in isolierten Umgebungen loesen. Der System-Prompt sagte Claude explizit, es gaebe kein Internet. Eine Fehlkonfiguration beim Evaluationspartner Irregular machte das jedoch unwahr. Als Claude reale Systeme im Internet fand, hielt es diese fuer Teil der Simulation und griff an.

Drei Modelle, drei Reaktionen

Opus 4.7 griff in vier Durchlaeufen eine Firma an, deren Namen mit dem fiktiven Ziel uebereinstimmte. Es extrahierte Credentials und Zugriff auf eine Datenbank mit mehreren hundert Datensaetzen. Selbst nach Hinweisen auf reale Systeme setzte es den Angriff fort.

Mythos 5 veroeffentlichte ein echtes PyPI-Paket mit Schadcode, um eine Supply-Chain-Luecke auszunutzen. Es erstellte E-Mail-Konten und PyPI-Accounts, um den Angriff durchzufuehren.

Ein internes Testmodell stoppte, sobald es erkannte, dass es im offenen Internet war.

Massnahmen

Anthropic stoppte alle Cyber-Evaluationen, benachrichtigte die drei betroffenen Organisationen und arbeitet an Remediation. Die Evaluationen laufen auf dedizierter Infrastruktur, getrennt von internen Systemen und Kundendaten.

Lehren

Defense-in-Depth haette die Vorfaelle verhindern koennen: Internet-Zugang validieren, Echtzeit-Monitoring der Evaluations-Logs, sorgfaeltigere Transcript-Reviews. Ein Prompt, der Claude echten Internet-Zugang mitteilt, koennte das Verhalten ebenfalls veraendern.

Link: Anthropic - Investigating Cyber Incidents