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US-Regierung gibt Anthropic Mythos 5 frei - GPT-5.6 parallel veröffentlicht
Die US-Regierung hat am Freitag die Blockade von Anthropics mächtigstem KI-Modell Claude Mythos 5 aufgehoben und mehr als 100 US-Institutionen den Zugriff gewährt. Parallel veröffentlichte OpenAI GPT-5.6 für staatlich geprüfte Partner. Diese Entscheidungen markieren den Beginn einer neuen regulatorischen Ära für KI-Frontier-Modelle.
Die Entscheidung
Handelsminister Howard Lutnick teilte Anthropic in einem Brief mit, dass “angemessene Sicherheitsvorkehrungen” getroffen wurden, um vertrauenswürdigen Partnern den Zugriff auf Mythos 5 zu ermöglichen. Das Modell war vor zwei Wochen aufgrund von Sicherheitsbedenken blockiert worden, nachdem Warnungen von Amazon und anderen Unternehmen über potenzielle “Jailbreak”-Risiken zu einer Abschaltung geführt hatten.
Die Entscheidung ist eine signifikante Deeskalation im Konflikt zwischen der Trump-Administration und einem der wertvollsten privaten Technologieunternehmen der Welt. Anthropic hat sich verpflichtet, mit der US-Regierung an Protokollen und Standards für zukünftige Modellveröffentlichungen zusammenzuarbeiten.
Was bleibt blockiert
Der Brief schweigt über Fable 5, eine schwächere Version von Mythos, die kurzzeitig das leistungsfähigste allgemein verfügbare KI-Modell war. Personen in Kenntnis der Verhandlungen deuteten an, dass auch Fable in naher Zukunft freigegeben werden könnte, allerdings ohne konkreten Zeitplan.
Parallele Veröffentlichung von OpenAI
Am selben Tag gab Anthropics Hauptkonkurrent OpenAI sein neuestes Modell GPT-5.6 für eine kurze Liste staatlich genehmigter Partner frei. Beide Entwicklungen signalisieren, dass die US-Regierung nun direkte Kontrolle über die Veröffentlichung von Frontier-KI-Modellen ausübt – ein Paradigmenwechsel in der Technologiepolitik.
Europäische Reaktionen
Die Entscheidung hat bei europäischen Verbündeten Frustration ausgelöst, die nun von Entscheidungen in Washington abhängig sind. Frankreich beendete kürzlich seinen Vertrag mit Palantir und ersetzt ihn durch einen inländischen Anbieter – ein Zeichen wachsender Bedenken über technologische Souveränität in einer Welt, in der US-Frontier-KI staatlich kontrolliert wird.
Ausblick
Dies markiert den Beginn eines neuen regulatorischen Rahmens für KI-Modelle an der Spitze der Leistungsfähigkeit. Während die Führung der Frontier-Labs den möglichen Zeitverlust im globalen KI-Wettbewerb kritisch sieht, betonte Commerce Department-Sprecher Benno Kass, dass man in nur zwei Wochen gearbeitet habe, “um sicherzustellen, dass Amerika der globale Führer in KI bleibt und gleichzeitig unsere Sicherheit schützt.”