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Sony verklagt Anthropic - Piraterie-Chats belasten Claude-Macher

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Nach dem historischen 1,5-Milliarden-Dollar-Deal mit Buchautoren steht Anthropic vor der nächsten Klage: Sony, EMI und Warner Chappell werfen dem Claude-Entwickler vor, massenhaft urheberrechtlich geschützte Musikkompositionen illegal heruntergeladen zu haben, um KI-Modelle zu trainieren.

Interne Chats als Belastungsmaterial

Die Musikverlage zitieren interne Anthropic-Chats, die bereits im Buchautoren-Verfahren aufgetaucht waren. Mitbegründer Benjamin Mann hatte 2021 persönlich BitTorrent genutzt, um Millionen Bücher von LibGen und dessen Kopie Z-Library herunterzuladen. CEO Dario Amodei soll das Torrenting abgesegnet haben. Ein Mitarbeiter schrieb in einer Chatnachricht: “zlibrary my beloved” – was die Klagenden als Beweis für die Piraterie-freundliche Kultur bei Anthropic werten.

Musik als Trainingsmaterial

Die geklagten Werke umfassen Songbücher mit kompletten Beatles-Songs, Taylor Swifts beste Titel und “VH1s 100 Greatest Songs of Rock & Roll”. Die Verlage argumentieren, dass Claude Songtexte reproduziert, sie mit KI-generierten Texten mischt und neue Songs im Stil bekannter Künstler erzeugt – alles ohne Lizenz. Amodei selbst sagte aus, dass Anthropic hätte legal kaufen können, aber Torrenting wählte, um einen “legal/practice/business slog” zu vermeiden.

Transparenz gefordert

Die Verlage fordern eine vollständige Aufstellung aller Trainingsdaten, -methoden und Fähigkeiten der Anthropic-Modelle. Künstler in allen Medienbereichen sollen beurteilen können, wie ihre Werke angeeignet wurden. Die Klage unterstreicht den anhaltenden Konflikt zwischen KI-Training und Urheberrecht, der nach dem Buchautor-Settlement nun die Musikindustrie erreicht.

Original-Quelle: Ars Technica