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Apple zieht bei macOS-Berechtigungen die Notbremse: Full Disk Access wird für KI-Agenten riskant
Apple verändert die Full-Disk-Access-Berechtigung (FDA) in macOS - als Reaktion auf KI-Agenten, die systemweiten Lesezugriff auf Dateien, Mail, Nachrichten und Browserverlauf bekommen und dabei Nutzer-Risiken eingehen, die diese so nie verstanden haben. Der Anlass: Metas neuer KI-Assistent Muse sandte Kolumnist Jason Aten eine ungefragte Notifikation über ein privates Apple-Messages-Gespräch - ohne dass er je eine Nachrichten-Freigabe erteilt hatte.
Metas Abstreiten und Apples Antwort
Meta-CTO David Singleton verteidigte Muse auf Threads: Die Messages-Integration sei Opt-in, Muse könne Nachrichten nur lesen, wenn sowohl Full Disk Access erteilt als auch der Messages-Connector aktiviert sei. macOS-Sicherheitsexperte Patrick Wardle widersprach: Mit FDA ist technisch jede nicht-root-Datei lesbar - Chats, Cookies, Browserverlauf, alles. Apple stellte jetzt klar, dass Entwickler FDA “auf Weisen nutzen, die Nutzer einem Risiko aussetzen können”, und kündigte an: “Je fähiger und autonomer KI-Agenten werden, desto stärker wachsen die Risiken dieses Zugriffs.” Konkrete Änderungen nannte Apple noch nicht, nannte aber explizit die Sicherheit der Kommunikationspartner als Schutzziel.
Ein Muster aus drei Vorfällen
Der Schritt kommt 11 Tage nach Wardles Zero-Day-Dokumentation, wonach jede lokale App - inklusive ClickFix-injizierter Befehle - die komplette Muse-Kontrolle übernehmen konnte. Zudem blockierte Amazon Muse von seiner Plattform. Die Serie zeigt: KI-Agenten mit extrem weiten Systemrechten sind ein strukturelles Sicherheitsproblem, das OS-Hersteller jetzt selbst regulieren - bevor es schiefgeht. Nutzer sollten KI-Assistenten-Berechtigungen kritisch prüfen: “Opt-in” heißt nicht “sicher”.
Link: Ars Technica