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APT Encounters of the Third Kind: Incident Response Deep Dive

Security APT Incident Response Forensics Linux

Was als routine Security-Assessment begann, wurde zu einem unvergesslichen Incident-Response-Abenteuer. Igor’s detaillierter Bericht zeigt, wie tief man graben muss, um einen APT zu finden.

Der Auslöser

Ein Security-Assessment für Reverse-Gateways/Load-Balancer eines Unternehmens. Die Gateways:

  • 100+ Maschinen ohne internen Storage
  • Booten von USB mit monolithischem Kernel und GO-Anwendung
  • Die GO-App fungiert als init-Ersatz und Reverse-Proxy
  • Mountet NFS-Share für Konfiguration, TLS-Zertifikate, Blacklist-Daten

Klaus (der Kunde) wollte wissen: Kann ein Angreifer PII aus dem entschlüsselten HTTPS-Verkehr extrahieren?

Die Anomalie

Bei der Analyse von Paket-Timing-Histogrammen fiel etwas auf:

  • Port 80 (HTTP): Normale Verteilung
  • Port 443 (TLS): Power-Law-Verteilung
  • PII-relevante TLS-Verbindungen: Signifikant verzerrt und zu längeren Zeiträumen verschoben

Die Test-Setup-Daten stimmten nicht mit den Live-Daten überein.

Die Entdeckung

Über NFS-Traffic-Analyse wurden die Produktions-Konfigurationsdateien extrahiert. Das Ergebnis war alarmierend:

  • Ein zweiter NFS-Server war konfiguriert – für eine andere IP
  • Ein bösartiges Binary namens klog war im System
  • Der Kernel war gepatcht, um Rootkits zu verstecken

Die GOlang-Komponente

Die Analyse zeigte:

  • Eine modifizierte GO-Anwendung, die scheinbar der normalen Gateway-Software entsprach
  • Aber: Versteckte Funktionen für Datenexfiltration
  • Der gepatchte Kernel verbarg Prozesse und Netzwerkverbindungen

Fazit

Dieser Fall demonstriert, wie tiefgründig Security-Forensik sein kann. Manchmal ist ein scheinbares “Test-Setup-Problem” tatsächlich ein Hinweis auf eine viel größere Kompromittierung.

Link: igor-blue.github.io/2021/03/24/apt1.html