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Asahi Linux offiziell auf Apple M3 - mit Stolpersteinen
Das Asahi-Linux-Team hat die offizielle Unterstützung für Apples M3-Chipsätze angekündigt. Damit läuft die Community-Distribution nach M1 und M2 jetzt auch auf der dritten Apple-Silicon-Generation - mit einschneidenden Einschränkungen, die man vor der Installation kennen sollte.
Was funktioniert: Laut den Entwicklern ist der Support-Stand “fast” auf dem Niveau der älteren M1- und M2-Geräte angekommen. Alle M3-Geräte werden abgedeckt - M3, M3 Pro und M3 Max -, einzig das Mac Studio mit M3 Ultra bleibt außen vor.
Was noch fehlt: Der größte Kratzer ist die GPU: 3D-Beschleunigung funktioniert zwar grundsätzlich, ist aber aktuell weder performant noch energieeffizient - Besserung ist erst in den kommenden Monaten zu erwarten. Dazu kommt: Kein Ruhezustand (Sleep fehlt mangels DCP-Support), und der HDMI-Port an den M3-MacBooks funktioniert nicht. Für den Desktop-Alltag heißt das: Planen mit Netzteil und externem Monitor nur über USB-C/DisplayPort.
Upstream-Arbeit läuft weiter: Im Mainline-Kernel steckt bisher nur grundlegendes Boot-Enablement für M3. Die restlichen Patches müssen noch in Linux 7.4 und nachfolgende Versionen hochgespult werden, bevor Upstream-Distributionen den Asahi-Stand erreichen. Wer heute M3-Linux will, kommt an AsahiLinux.org nicht vorbei.
Einordnung: Apples Silicon ist längst die interessanteste ARM-Hardware für Linux-Entwickler - gerade weil die Chips kaum als Barebones kaufbar sind, ist der Reverse-Engineering-Ansatz von Asahi die einzige Route. Die M3-Unterstützung ist ein weiterer Meilenstein, aber kein “einfach installieren und loslegen” - eher etwas für Enthusiasten mit zweitem Gerät.
Quelle: phoronix.com