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ChatGPT Work - OpenAIs maechtiger neuer Agent-Modus entschlusselt

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Simon Willison hat sich die Muhe gemacht, OpenAils verwirrendes aber maechtiges neues Produkt ChatGPT Work zu entschlusseln. Seit der Ankundigung im Juli 2026 iteriert OpenAI rasant darauf - und es ist tatsachlich zwei Produkte in einem.

Zwei Versionen

Work Cloud lauft in der Cloud uber chatgpt.com oder die mobilen Apps. Work Desktop ist die ehemals als Codex bekannte Desktop-App, die nun Dateien und Programme direkt auf dem lokalen Rechner ausfuhren kann - quasi Codex mit freundlicherer Oberflache fur Nicht-Entwickler.

Killer-Features

Die echten Highlights von Work Cloud gegenuber dem normalen Chat-Modus:

  • Code-Execution mit Internetzugriff: Anders als bei ChatGPT Chat kann die Sandbox im Work-Modus auf das gesamte Internet zugreifen - GitHub-Repos klonen, Pakete installieren, APIs abfragen. Claude bietet ahnliches, aber mit stark eingeschrankter Domain-Allowlist.
  • Headless Chrome Browser: Work kann einen vollwertigen Chrome starten, Websites laden, Formulare ausfullen, Screenshots machen und sogar JavaScript gegen das DOM ausfuhren. Login-Seiten konnen den Nutzer zur Ubernahme auffordern, ohne Credentials durch das Modell zu schleusen.
  • Persistentes Dateisystem: Work-Sessions teilen sich ein Volume - Dateien aus fruheren Sessions bleiben verfugbar und mehrere laufende Sessions konnen auf dieselben Dateien zugreifen.
  • ChatGPT Sites: Volle Websites lassen sich mit Cloudflare Workers bauen, inklusive HTML, JavaScript und serverseitigen Features mit D1- und R2-Storage.
  • Sub-Agenten: Work kann parallele Sub-Agent-Sessions mit den Modellen Sol, Luna und Terra starten - ein echtes Power-User-Feature.
  • Geplante Automatisierungen: Prompts konnen zeitgesteuert ausgefuhrt werden, etwa um eine ChatGPT Site standig zu aktualisieren.

Modell-Auswahl

Work bietet GPT-5.6 Sol, Luna und Terra mit sechs Reasoning-Stufen (Light bis Ultra) sowie GPT-5.5. Chat hat eine andere Auswahl - 5.6 Pro scheint Chat-exklusiv zu sein. Work-Sessions werden vermutlich gegen das Codex-Kontingent abgerechnet.

Sicherheitsfragen

Willison warnt vor der “lethal trifecta”: privater Datenzugang trifft auf untrusted Content und Kommunikationsmoglichkeiten nach aussen - eine Kombination, die Prompt-Injection-Angriffe besonders attraktiv macht. Wie OpenAI diese Risiken mitigiert, ist offiziell noch unklar.

Link: Original-Artikel von Simon Willison