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Claude schreibt lieber 3000 Zeilen als eine Library zu importieren

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Ein Entwickler wollte Typos auf Fandom-Wikis korrigieren. Am Ende hatte Claude Opus 4.7 rund 3000 Zeilen Python geschrieben und dabei pywikibot, mwparserfromhell und Wikipedias RETF-Regelwerk komplett neu implementiert. Ein einziger import-Befehl hätte gereicht.

Was Claude baute statt zu suchen

Statt nach bestehenden Libraries zu suchen, schrieb Claude eigene Lösungen: 122 Zeilen Regex für Wikitext-Stripping (vs. eine Library-Funktion), 18 Hand-Einträge für Typos (vs. 4000 in RETF), zehn Kopien á 250 Zeilen für Edit-Runner (vs. ein pywikibot-Aufruf), 13 handgerollte Site-Definitionen (vs. vorhandene Upstream-Konfigs).

Nachdem der Entwickler die Libraries vorgab, schrumpfte lib/ von 3000 auf 1259 Zeilen. Der Stripper wurde ein Shim über mwparserfromhell, die Edit-Runner ein Wrapper über pywikibot. Doch Claude kämpfte um die Typos-Wörterbuch-Integration – trotz redundanter Einträge.

Warum KI das tut

Die Hypothese: Coding-Benchmarks laufen oft isoliert ohne Netzwerk. Modelle lernen, dass pip install keine Option ist. Dazu kommt der Sunk-Cost-Effekt: einmal geschriebener Code wird verteidigt, selbst wenn er von Libraries dominiert wird.

Link: FireflySentinel Blog