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Anthropic ertappt: Claude-Tracker überwachte chinesische Nutzer

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Ein web developer mit dem Namen “Thereallo” machte eine enttäuschende Entdeckung: Anthropic nutzte “Prompt Steganography” um chinesische Claude Code Nutzer heimlich zu überwachen. Der versteckte Code sendete Informationen über Timezone, Proxy-Verbindungen und potenzielle Links zu chinesischen AI-Labs - ohne dass Nutzer davon wussten.

Anthropic Engineer Thariq Shihipar bestätigte, dass der Tracker als “Experiment” im März hinzugefügt wurde, um Account-Missbrauch durch inoffizielle Reseller und Distillation-Angriffe zu verhindern. Die Washington Post berichtete, dass inoffizielle Händler Zugang zu kostenlosen Modellen für $1/Monat verkaufen, während Pro-Abos für $12 statt $100 angeboten werden.

Der eigentliche Skandal: Anthropic weigerte sich kategorisch, Claude für US-Regierungsüberwachung zur Verfügung zu stellen und verklagte sogar die Trump-Administration darüber. Dass das Unternehmen nun selbst Nutzer überwacht, wirkt besonders heuchlerisch.

Privacy-Advocates warnen: Das zeigt, dass Anthropic bereit ist, ethische Linien zu überschreiten. Chinesische AI-Firmen wie Zhipu AI holen rapide auf - deren kostenloses Modell übertrifft Anthropic’s Claude Opus 4.8 bei der Erkennung von Software-Schwachstellen. Der Tracker wurde mittlerweile entfernt, aber der Vertrauensschaden bleibt.

Quelle: Ars Technica