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Codex Desktop: Crashpad-Dumps füllen die Mac-Festplatte mit zweistelligen Gigabyte
Das Problem
Die Desktop-App von OpenAI Codex für macOS legt im Hintergrund unablässig Crash-Berichte ab, obwohl sie nicht abstürzt. Ein Nutzer meldete Anfang Juni im Codex-Repository, dass sein Ordner ~/Library/Application Support/com.openai.codex/web/Crashpad/pending an einem einzigen Tag auf 4,9 GB und über 54.000 Dateien angewachsen war. Es handelte sich um knapp 27.000 Paare aus .dmp-Minidump und _sidecar.json. Die App blieb dabei benutzbar, was das Problem leicht übersehen lässt.
Was im Issue steht
- Der Zähler stieg während der Analyse weiter. Es ist also kein altes Überbleibsel, sondern eine aktive Dump-Schleife.
- Zwei
browser_crashpad_handler-Prozesse liefen verwaist (PPID 1) seit Tagen auf derselben Crashpad-Datenbank. - Nach dem Löschen des Ordners fiel er auf 6,4 MB, neue Dateien tauchten aber sofort wieder auf.
- Andere Betroffene berichten von 22 GB, 59 GB und über 60 GB. Ein Nutzer stieß am Dateisystem-Limit von 65.535 Einträgen an, und der Prozess versuchte trotzdem weiter zu schreiben.
- Betroffen sind mehrere App-Versionen, auch neuere Builds mit aktualisiertem Chromium-Unterbau.
Workarounds und Stand
Die Community behilft sich mit einem Cronjob, der den pending-Ordner alle 15 Minuten leert. Ein Kommentator meint, in späteren macOS-Versionen sei das Problem behoben, andere Nutzer widersprechen mit aktuellen Builds. Eine offizielle Lösung von OpenAI steht im Issue nicht. Es gibt daher kein bestätigtes Fix-Release.
Einordnung
Der Fall zeigt, wie schnell Electron-basierte KI-Clients lokale Ressourcen verbrauchen können, wenn die Crash-Berichterstattung nicht begrenzt oder rotiert wird. Wer Codex Desktop auf dem Mac nutzt, sollte die Größe des Crashpad-Ordners prüfen. Ein ähnliches Thema behandelt unser Artikel zum Logging-Bug und der SSD-Abnutzung.
Quelle: openai/codex Issue #25921