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OpenAI entlässt Contractor, die KI für das KI-Training nutzen
Tausende Contractor bewerten für OpenAI echte ChatGPT-Prompts und Antworten, um die Modelle zu verbessern. Wie 404 Media unter Berufung auf interne Dokumente und drei Insider berichtet, wurde gleich mehrere von ihnen gefeuert - weil sie selbst KI für ihre Arbeit nutzten. Die Ironie: OpenAI predigt, dass alle KI am Arbeitsplatz einsetzen sollen, doch ausgerechnet die eigenen Trainings-Auftragnehmer dürfen das nicht.
“Do not use AI yourself”
Interne Richtlinien verbieten Reviewern ausdrücklich den Einsatz von KI, inklusive Tools wie Grammarly oder KI-Übersetzern. Selbst der Einsatz von KI-Detektoren wie GPTZero ist verboten, weil sie unzuverlässig sind. Reviewer sollen stattdessen auf Muster achten: sich wiederholende Wörter, typische KI-Zeichensetzung wie übertrieben viele Gedankenstriche oder verdächtig schnell abgeschlossene Aufgaben. Wer auffällt, fliegt laut einem Insider “ziemlich als Einziges sofort raus” - bei einer Gruppe von Tausenden sei regelmassig jemand erwischt worden.
Sabotage und Model Collapse
Ein vierter Contractor gab an, absichtlich die schlechtesten Antworten auszuwählen, um das Training aktiv zu sabotieren. Besonders pikant: Kritiker warnen seit Langem vor “Model Collapse”, wenn Modelle auf KI-generiertem Text weitertrainiert werden und dabei schlechter werden. Die Menschen, die genau das verhindern sollen, greifen nun also teilweise selbst zur KI. Subunternehmen Mercor bestätigte, dass Vertragsverstöße sofort zum Rausschluss führen. OpenAI wollte sich nicht äußern.
Quelle: 404 Media