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Niederlande: DigiD-Plattform darf nur von EU-Unternehmen betrieben werden

DigiD Niederlande EU Datenschutz Souveränität

Die niederländische Regierung hat entschieden: Das Unternehmen, das die DigiD-Plattform nach August 2028 betreiben darf, muss europäisch sein. Das schreibt Staatssekretär Eric van der Burg in einem Brief an das Parlament.

Hintergrund

Der US-Konzern Kyndryl wollte Solvinity übernehmen - das Unternehmen, das DigiD teilweise betreibt. Die Regierung blockierte diese Übernahme letzten Woche auf Empfehlung des Investitionsprüfungsbüros (BTI). Parlamentsabgeordnete befürchteten, die US-Regierung könnte über Kyndryl Zugriff auf DigiD erhalten oder die Plattform abschalten.

Die neue Strategie

Die Ausschreibung erfolgt nun über das Verteidigungs- und Sicherheitsbeschaffungsgesetz (ADV). Dieses Gesetz erlaubt Beschränkungen zugunsten nationaler Sicherheit und schließt Länder mit entsprechenden Gesetzgebungen aus. US-Unternehmen können unter dem CLOUD Act zur Herausgabe von Daten gezwungen werden.

Weitere Maßnahmen

DigiD und MijnOverheid-Daten werden zusätzlich verschlüsselt, um zukünftige Risiken zu minimieren.

Link: NL Times