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Epic vibe-codet seinen Launcher neu - und will damit Steam abhängen
“Programmieren ist schwer”
Mit diesem augenzwinkernden Satz kündigt Epic Games eine öffentliche Preview des neuen Epic Games Launchers an: Statt zu programmieren, habe man den Launcher einfach “vibe-coded”. Dahinter steckt eine ernsthafte Strategie. Laut Store-Chef Martin Keely hat ein kleines Team die Anwendung von Grund auf in einem neuen Tech-Stack geschrieben und KI sowohl zum Schreiben als auch zum Review neuer Features eingesetzt. Ziel war, die Funktionen des alten Launchers nachzubauen – nicht dessen Code.
Was die Preview kann
- Neuer Look und deutlich schnellerer Start; im Juni versprach Epic eine 5x schnellere Kaltstartzeit
- Windows und Mac zum Start, eine Linux-Version soll folgen
- Laut Epic schneller als Steam – Ars Technica bestätigt: vom Kaltstart zur Store-Seite einige Sekunden flotter
- Beim Wiederherstellen aus dem Tray beträgt der behauptete Vorsprung nur 0,06 Sekunden, also praktisch nicht spürbar
Marketing mit Risiko
Bemerkenswert ist, dass Epic den Begriff “Vibe Coding” offensiv vermarktet – obwohl er für viele nach schnell zusammengeklopftem KI-Code mit versteckten Fehlern klingt. Epic selbst warnt, die Preview “wird einige Bugs haben”. Für die Branche ist der Launcher ein Testfall: Ein großer Publisher setzt eine Kernanwendung mit Millionen Nutzern öffentlich auf KI-generierten Code. Ob Qualität und Sicherheit mit dem Tempo mithalten, wird sich erst im Alltag zeigen.
Quelle: Ars Technica