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Gentoo Bugzilla wegen KI-Scraper-Überlastung stillgelegt

llm scraper gentoo infrastructure

Michał Gorny, Gentoo-Entwickler, hat die Bugzilla-Instanz des Linux-Distributions-Projekts offline genommen. Der Grund: KI-Scraper überfluten die Plattform mit Tausenden von Anfragen über verschiedene IPv4-Adressen - ohne erkennbares Muster, sodass klassische IP-Blocklisten machtlos sind.

Was passiert ist

LLM-basierte Scraper greifen massenhaft auf Open-Source-Infrastruktur zu. Bei Gentoo nutzten die Scraper Tausende unterschiedlicher IPv4-Adressen, die scheinbar residential Proxys verwenden. Einzelne IPs machen nur wenige Verbindungen, verteilen die Last aber über Millionen von Quell-Adressen. Selbst ISPs könnten dagegen wenig ausrichten, ohne legitimen Traffic mitzubeeintraechtigen.

Reaktionen aus der Community

Andere Entwickler berichten von ähnlichen Problemen: Ein user fand ein komplettes /40-IPv6-Netzwerk, das aus zufälligen /64-Blocks unter einem französischen Rechenzentrum bestand und die musl-libc-Infrastruktur angriff. Nach dem Blockieren des gesamten /40-Bereichs wechselten die Scraper auf zufällige IPv4-Adressen.

Als Lösung wird erwägt, Bugzilla nur noch für eingeloggte Nutzer zugänglich zu machen - ein trauriger Kommentar zum Zustand des offenen Internets.

Iocaine als Gegenmaßnahme

Ein Nutzer berichtet von erfolgreicher Abwehr mit Iocaine: Statt die Scraper zu blocken, werden ihre Warteschlangen mit leicht generierbarem Müll gefüllt, den die Scraper als legitimen Content annehmen. Die Scraper werden nicht blockiert, sondern mit nutzlosem Datenmüll beschäftigt, der leicht cached wird.

Kontext

Das Problem betrifft nicht nur Gentoo - es ist ein wachsendes Problem für die gesamte Open-Source-Infrastruktur. KI-Unternehmen trainieren ihre Modelle mit Daten aus dem offenen Internet und legen dabei keine Rücksicht auf die Belastung der Infrastruktur. Das ist ein warnendes Signal dafür, wie KI-Entwicklung die gemeinschaftliche IT-Infrastruktur belastet.

Quelle: social.treehouse.systems