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Ghostty verlässt GitHub nach 18 Jahren
Mitchell Hashimoto, GitHub-User #1299 seit Februar 2008, verkündet einen emotionalen Abschied: Ghostty verlässt GitHub. Nach über 18 Jahren täglicher Nutzung – mehr als die Hälfte seines Lebens – kommt diese Entscheidung nicht leicht.
Eine persönliche Geschichte
Hashimoto beschreibt GitHub als seinen glücklichsten Ort. Ob um 4 Uhr morgens während des Studiums oder sogar auf der Flitterwochen – GitHub war immer dabei. Als er Vagrant startete, hoffte er insgeheim auf einen Job bei GitHub. Dass es nie dazu kam, änderte nichts an seine Leidenschaft für die Plattform.
Doch die Realität hat sich verändert. Hashimoto führt ein Journal, in dem er jeden Tag markiert, an dem GitHub-Ausfälle seine Arbeit behindern. Fast jeder Tag hat ein X. Am Tag seines Posts verhinderte ein GitHub-Actions-Ausfall jegliche PR-Reviews für Stunden.
Warum jetzt?
Es ist nicht nur ein großer Ausfall wie der Elasticsearch-Absturz am 27. April 2026. Es ist die ständige Unzuverlässigkeit im Alltag. Für ernsthafte Entwicklungsarbeit ist GitHub einfach nicht mehr geeignet, wenn man täglich für Stunden blockiert wird.
Ghostty wird einen schrittweisen Übergang planen, mit einem read-only Mirror auf GitHub. Hashimotos persönliche Projekte bleiben vorerst dort.
Die Bedeutung für Open Source
Der Post reflektiert auch über die Rolle von GitHub als soziale Infrastruktur. Es war nicht nur dort, wo Code lebte – es war, wo die Community lebte. Diese Zentralisierung schuf eine auffindbare Erinnerung, selbst für aufgegebene Projekte.
Die Ironie: Ein dezentrales Versionskontrollsystem (Git) führte zu einem enorm zentralisierten Hosting-Service. Diese Zentralisierung half Open Source zu wachsen, aber machte es auch fragiler.