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Von 15 Stunden auf eine Minute: KI beschleunigt GMs Entwicklung massiv
General Motors durchläuft laut Sterling Anderson, dem neuen Chief Product Officer, die dritte Epoche des Engineerings. Nach der empirischen Iteration (Vögel beobachten, Flügel nachbauen) und der rechnergestützten Simulation (CFD, FEA) folgt nun die KI-gestützte “probabilistische” Ära.
Anstatt Simulationen über Nacht laufen zu lassen und zu hoffen, dass nichts schiefgeht, kombiniert GM KI/ML mit Virtualisierung, um Analysen massiv zu beschleunigen. FEA-Berechnungen (Finite Element Analysis), die früher 15 Stunden pro Lauf benötigten, dauern nun nur noch eine Minute. Das ermöglicht viel breitere Testreihen und schnellere Iterationszyklen.
Die Virtualisierungstools erstrecken sich über alle GM-Geschäftsbereiche: Motorsport, Energie und Batterien, Defense, sogar das Mond-Programm. GM arbeitet eng mit seinen NASCAR- und Formula-One-Teams zusammen und hat monatliche Technologie-Transfers zwischen Motorsport und Produktion etabliert. Jason Fischer, Executive Director of Virtual Integration Engineering, betont, dass Ingenieure Hardware und Software in virtuellen Umgebungen gleichzeitig optimieren können – “drive it before you build it” ist das Prinzip.