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Copy-Paste-Schwachstelle: Falsche Redaktion verrät Googles Rechenzentrum-Verbrauch

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Ein Redaktions-Patzer in Nebraska macht öffentlich, was Google als Geschäftsgeheimnis einstufen ließ: Der lokale TV-Sender 10/11 NOW entdeckte, dass sich die geschwärzten Zahlen in den jährlichen Verbrauchsberichten der Google-Rechenzentren per Markieren und Kopieren einfach wieder sichtbar machen ließen. Grundlage ist eine Executive Order von Gouverneur Jim Pillen, die große Rechenzentren verpflichtet, ihren Wasser- und Stromverbrauch selbst zu melden.

Was die Zahlen zeigen

  • Agate LLC (Lincoln): 52,65 Megawatt Spitzenlast, rund 13,3 Millionen Gallonen Wasser (ca. 20 olympische Schwimmbäder) – bei 288.530 Quadratmetern Grundfläche
  • Fireball LLC (Papillion): 547,88 Megagallonen Wasser – der größte Verbraucher unter Nebraskas meldenden Rechenzentren
  • Insgesamt: Sechs Rechenzentren meldeten für 2025 zusammen rund 765 Millionen Gallonen

Auch Steuerrückerstattungen wurden sichtbar: Agate erwartet 55,8 Millionen Dollar, Fireball 39,2 Millionen, das Omaha-Rechenzentrum Westwood Solutions 22,6 Millionen. Google hatte den Verbrauch unter Berufung auf Nebraska-Handelsgeheimnis-Gesetze schwärzen lassen; der Sender hat inzwischen einen Antrag auf vollständige Offenlegung gestellt.

KI-Infrastruktur im Fokus

Der Bericht selbst betont die AI-Effizienz: Google nennt einen PUE von 1,09 für 2025, die TPU-Generation “Ironwood” sei rund 30x energieeffizienter als die 2018er-Baseline, und über 1 Gigawatt Demand-Response-Kapazität helfe, ML-Workloads bei Netzbelastung umzuplanen. Der Fall zeigt, wie brüchig Transparenz-Regeln sind, wenn KI-Rechenzentren ihre Verbrauchswerte schwärzen dürfen – und dass ein simples Textfeld-Schwärzen vor Copy-Paste nicht schützt.

Link: Original bei 10/11 NOW