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10th Gen Honda Civic: AOSP Test Keys Enable Evil Valet Attack
Drei Jahre nach seiner initialen Forschung an Hondas Infotainment-System veröffentlicht Eric McDonald ein kritisches Update: Die 10. Generation Honda Civic HeadUnits sind mit öffentlich bekannten AOSP-Testschlüsseln signiert – und das ermöglicht komplette Code-Ausführung.
Die Schwachstelle
Hondas Update-Prozess für die HeadUnit verwendet standardmäßige Android/AOSP-Mechanismen:
- Updates via USB-Stick
- Signierte AOSP-Update-Dateien
- Überprüfung durch
recoveryBinary
Das Problem: Honda ließ den öffentlich bekannten AOSP-Testschlüssel in res/keys – und das verify_file Signatur-Logic stimmt mit dem Standard-AOSP überein.
Das bedeutet: Wer physischen Zugriff auf das Auto hat (z.B. ein Valet), kann jede Software installieren, solange sie mit dem Testschlüssel signiert ist.
Evil Valet Attack
Der Angriffsszenario:
- Journalist parkt am Hotel beim Valet
- Valet (der für eine Behörde arbeitet) installiert modifiziertes Update via USB
- Auto wird zurückgegeben – HeadUnit kompromittiert
- Journalist merkt nichts
McDonald nennt dies “EvilValet” – eine Variante des “Evil Maid”-Angriffs für Autos.
Tools veröffentlicht
Um die Forschung zu unterstützen, wurden folgende Tools veröffentlicht:
- ota-builder: Update-Dateien erstellen, die von der HeadUnit akzeptiert werden
- apk-rebuilder: Honda Update-Dateien analysieren und dekompilieren
Diese Tools ermöglichen es, z.B. ein su Binary mit setuid zu installieren und das Gerät zu rooten.
Offene Fragen
McDonald weist darauf hin, dass er nicht alle Update-Varianten und HeadUnit-Modelle getestet hat. Beiträge zum Projekt sind willkommen – insbesondere:
- Known Versions für verschiedene HeadUnit-Varianten
- Toolchain-Verbesserungen
- Custom Themes