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200.000 Kreativjobs weg: Wie viel davon geht auf KI?
Der Befund
Der Newsletter Apricitas Economics zählt für die USA mehr als 200.000 verlorene Jobs in Kreativbranchen in vier Jahren, rund 50.000 allein im letzten Jahr. Eine vergleichbare Dauer und Intensität gab es nur in den Rezessionen 2001 und 2008 – obwohl heute keine allgemeine Rezession herrscht.
Wo es besonders trifft
- Film und TV: über 100.000 Jobs weniger, fast ein Drittel der Branche. Die Beschäftigung liegt so niedrig wie seit 2008 nicht mehr.
- Fast die Hälfte der Verluste entfällt auf „Movie & Sound Recording“.
- Verlagswesen: über 70.000 Stellen weniger, ein Trend, der schon länger läuft.
- Live-Übertragung, Streaming und Grafikdesign: ein ungewöhnlicher Abschwung nach ruhigen Jahren.
Was ist KI?
Der Autor betont, dass sich der KI-Anteil kaum exakt beziffern lässt: Medienfirmen halten ihren KI-Einsatz zurück, auch um ihre Urheberrechte nicht zu gefährden. Dazu kommen Konsolidierung in Hollywood, Produktionsverlagerung und die Verschiebung zu Social-Media-Creatorn. Das stärkste Indiz sei, dass alle digitalen Kunstsparten Stellen verlieren, während Live-Unterhaltung vor Ort weiter wächst.
Der Text zieht außerdem eine Linie zur Napster-Ära: Auch damals gewann die Musikindustrie vor Gericht, verlor aber technologisch. Ob das Geschäftsmodell der Kunst die KI-Welle übersteht, lässt der Beitrag offen.
Quelle: Apricitas Economics