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Können KI-Texte gut sein, die wir lesen wollen?
Jay Caspian Kang von The New Yorker stellt eine fundamentale Frage: Wie weit sind wir wirklich von KI-Texten, die nicht von Maschinen unterscheidbar sind? Er beschreibt einen einfachen Selbst-Test: Er ließ ChatGPT stilgleiche Essays zu eigenen Texten schreiben und versuchte, seine eigenen von den KI-Versionen zu unterscheiden. Das Ergebnis war erschreckend.
Die “Tells” von Robot-Text sind bekannt: übermäßige Em-Dashes, “nicht X sondern Y”-Konstruktionen, auffällige Verben wie “delve”. Aber Technologien verbessern sich rasant. Wenn KI-Texte funktionell ununterscheidbar werden, verschwindet der Hauptanreiz, den Dozenten über Studenten halten: “Ich durchschaue dich, wenn du schummeln.”
Kang argumentiert: Literatur wird immer Menschen wollen. Aber für alles andere – E-Mails, Werbetexte, juristische Schriftsätze, Studentenarbeiten – wird der Widerstand gegen KI-Texte schwinden. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann. Und die Antwort ist: näher als die meisten denken.