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Historiker nutzen GPT-6 und Opus 5.5 für Alchemie-Forschung

AI LLM OpenAI Anthropic Research

Ein aufsehenerregender Essay von Historiker Benjamin Breen argumentiert, dass sich die Lage für KI-gestützte Geschichtsforschung seit dem letzten Jahr dramatisch verändert hat. Angeregt durch die parallelen Releases von GPT-6 Sol und Opus 5.5 zeigt er, dass Frontier-Modelle nicht mehr nur transkribieren, sondern echte historische Probleme lösen könnten.

Was funktioniert?

Breen identifiziert die Bedingungen, unter denen LLMs in den Geisteswissenschaften “Traktion” finden - analog zur Mathematik müssen Probleme lösbar, die Daten digitalisiert und Ergebnisse eindeutig überprüfbar sein. Konkrete Ergebnisse:

  • Kryptographie: Googles Astra entzifferte eine deutsche Armee-Funknachricht von 1941; Breen selbst ließ GPT-6 Astra am kodierten Zauberbuch “Liber Loagaeth” des Elisabethaners John Dee arbeiten
  • Textübersetzungen: GPT-6 Astra identifizierte eine Passage, die Isaac Newton frei aus einem französischen Alchemie-Text ins Lateinische übersetzt hatte - eine Zuordnung, die der Forschung offenbar bisher entgangen war
  • Fachgrenzen: Das Verknüpfen von Erkenntnissen aus getrennten Nischen-Subdisziplinen dürfte der einflussreichste neue Ansatz sein

Die Forderung

Breens Fazit: Historiker in kollaborativen Teams plus Frontier-Modelle würden zahlreiche echte Fortschritte in der Geschichtsforschung produzieren. KI-Labs, Universitäten und Förderorganisationen sollten solche Kooperationen aktiv anstoßen - und finanzieren.

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