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Margaret Hamilton ist tot - Die Mutter der Software Engineering

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Margaret Hamilton, die Computerwissenschaftlerin, die am MIT Instrumentation Lab die Software-Entwicklung für NASAs Apollo-Programm leitete, ist am 30. September im Alter von 90 Jahren gestorben. MIT, NASA und die gesamte Branche gedenken einer Frau, die Software Engineering als eigene Disziplin etablierte — lange bevor der Begriff überhaupt existierte.

Von der Mondlandung zur eigenen Disziplin

Hamilton kam 1959 ans MIT und leitete später beide Teams, die die Bord-Software für das Lunar Module und das Command/Service Module programmierten — insgesamt über 400 Menschen. Die Software ihrer Teams brachten die ersten Menschen zum Mond und wieder zurück, inklusive der berühmten Prioritaets-Umschaltungen während der Apollo-11-Landung, als der Bordcomputer unter Last die richtigen Aufgaben abbrach und die Landung rettete. Ihr Konzept asynchroner Software und vollständiger Fehlerbehandlung gilt als wegweisend für die gesamte Industrie.

Prägung weit über Apollo hinaus

Hamilton schrieb über 130 Publikationen und prägte den Begriff “Software Engineering” in einer Zeit, als Software in Projektplänen noch keine eigene Position hatte. 2016 verlieh ihr Präsident Obama die Presidential Medal of Freedom — die Begründung nannte ihre Software-Architektur “fundamental für den Erfolg der bemannten Raumfahrt”. 2017 erhielt sie eine eigene Lego-Figur im Women-of-NASA-Set. Nach ihren Jahren am MIT gründete Hamilton ein erfolgreiches Software-Unternehmen und führte es als CEO.

Ihr Vermächtnis lebt in jeder Zeile Code weiter, die heute robust, getestet und dokumentiert ist — Standards, die einst Pionierarbeit waren und heute selbstverständlich scheinen. “Looking back, we were the luckiest people in the world”, sagte Hamilton einst über ihre Apollo-Zeit. “There was no choice but to be pioneers.”

Link: MIT News