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Metas KI-Assistent Muse: Zero-Day erlaubt Angreifern komplette Konto-Übernahme
Metas neuer KI-Assistent Muse sollte “from the ground up” für Privatsphäre und Sicherheit gebaut sein. Ein frisch entdeckter Zero-Day zeigt das Gegenteil: Angreifer können jedes lokal laufende Programm oder jeden Terminal-Befehl dazu nutzen, die komplette Kontrolle über ein Muse-Konto zu übernehmen. macOS-Sicherheitsexperte Patrick Wardle (Objective-See) hat die Lücke dokumentiert.
Wie der Angriff funktioniert
Muse verlangt weitreichende Zugriffe: WhatsApp, E-Mail, Kalender, Kamera, Mikrofon, Dateisystem. Die kritische Schwachstelle liegt in einer undokumentierten Einstellung:
- Jede App oder jeder Terminal-Befehl kann Muse-Einstellungen ändern, unabhängig von macOS-Berechtigungen
- Eine davon ändert den Endpoint, an den Sprachdiktate zur Transkription geschickt werden
- Angreifer leiten diesen auf ihren eigenen Server um und bekommen das Auth-Token zugespielt
- Danach: komplette Kontrolle, inklusive böser Prompts über die Stimme des Nutzers
Ein einfacher ClickFix-Trick reicht als Einstieg. Wardle demonstrierte Proof-of-Concepts, die Dateien schreiben und Fotos aufnehmen, ohne dass der Nutzer etwas merkt.
Design-Fehler statt Pech
Statt der sicheren On-Device-Transkription, die macOS seit Jahren bietet, wählten Metas Entwickler Cloud-Diktat. Meta reagierte nicht auf Rückfragen. Etwa 12 Stunden vor der Offenlegung blockierte Amazon Muse außerdem komplett: Der Assistent gelte als “unautorisierter KI-Agent”, der Einkäufe täusche.
Quelle: Ars Technica