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Meta muss Führungskräfte nennen, die Torrent-Piraterie für KI-Training freigaben
Gerichtsbeschluss im Autoren-Prozess
Im Urheberrechtsstreit um KI-Training (u. a. Richard Kadrey und Sarah Silverman sowie der Verlag Entrepreneur Media) hat Magistrate Judge Thomas Hixon angeordnet, dass Meta die Verantwortlichen klar benennt, die das Herunterladen von Büchern aus Schattenbibliotheken wie Anna’s Archive und LibGen genehmigt haben. TorrentFreak hatte zuerst berichtet.
Metas Verteidigung
Meta argumentiert, die frühen Datensatz-Beschaffungen seien ein „informeller Ansatz“ gewesen; eine „Entscheidung“ sei nur insofern gefallen, als Mitarbeiter technisch Torrents geladen hätten. Autoren und Verlag halten dagegen:
- Mitarbeiter hätten intern Unbehagen geäußert („torrenting from a corporate laptop doesn’t feel right“).
- Ein Mitarbeiter sagte aus, Downloads hätten Freigabe auf Director- oder VP-Ebene benötigt.
- Entsiegelte Nachrichten deuten auf eine Eskalation „to MZ“ (Mark Zuckerberg) vor dem LibGen-Download hin.
- Es ging um 80,6 TB aus LibGen und 35,7 TB aus Anna’s Archive; weil Torrents auf Schwärmen beruhen, vermuten die Kläger auch Seeding. Meta verweist auf „Mitigations“.
Zusätzlich muss Meta die Command-History-Dateien aller Torrent-Server (inkl. VMs und AWS-Instanzen) herausgeben. Für die Kläger ist das bislang der nächste Schritt Richtung Beweis für Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung.
Quelle: Ars Technica