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Copilot-Reboot: Microsoft steigt aus dem Rennen um persönliche KI-Chatbots aus

AI Microsoft Copilot Enterprise

Microsoft beendet eine der größten Wetten der KI-Ära: Die Consumer- und Arbeitsplatz-Versionen des Copilot-Assistenten werden zu einem einzigen Produkt für Firmenkunden verschmolzen. Den überfüllten Markt für persönliche Chatbots überlässt das Unternehmen damit OpenAI, Google und inzwischen Meta.

Der neue Copilot

Das Ergebnis eines sechsmonatigen Rebuilds, angekündigt am 25. September nach einer Preview-Veranstaltung in Seattle:

  • Direkte Bearbeitung von Word- und Excel-Dokumenten in der App oder im Browser-Tab — bisheriger Kritikpunkt war die geringe Reichweite in Microsofts eigene Software
  • Coding-Tab: Normalnutzer bauen Dashboards und Automatisierungen ohne Programmierkenntnisse
  • Scout wird Autopilot: Der Always-on-Assistent zieht als lächelnde Formen in Teams-Chats und E-Mails ein

Eingestellt werden dagegen Consumer-Features wie custom Podcasts und der animierte Blob-Avatar.

Ende des “AI Companion”

Vor zwei Jahren hatte Microsoft noch zwei Teams für zwei Assistenten aufgebaut und Mustafa Suleyman mit dem Consumer-Bot betraut — im April 2025 präsentierte er ihn als “Your AI Companion”. Im März übergab er die Produktverantwortung an Jacob Andreou (ex-Snap). Als Kontext dient Meta Muse, das an die Spitze der App-Download-Charts stürmte: “Wir bauen keinen Copilot, der wie dein persönlicher Begleiter ist”, sagt Charles Lamanna. “Wir helfen dir, Dinge zu erledigen.” Ende Juni liefen über 30 Millionen Copilot-Subskriptionen, das M365-Bündel hat rund 90 Millionen Zahlende Nutzer.

Mehr dazu: Bloomberg