Article
Microsoft weicht für GitHub auf AWS aus – AI-Coding überlastet Azure
Microsoft nutzt überraschend AWS-Infrastruktur, um die durch AI-Coding-Agenten verursachte Überlastung von GitHub abzufangen. Die im Jahr 2018 angekündigte vollständige Migration zu Azure sollte bis 2027 abgeschlossen sein, doch die Lastkurve überholt den Plan: Commits sind von 1 Milliarde (2025) auf geschätzte 14 Milliarden (2026) explodiert.
GitHubs CTO Vlad Fedorov beschreibt in Availability-Reports, dass im Oktober 2025 ein 10x-Kapazitätsplan gestartet wurde, der bis Februar 2026 bereits auf 30x-Skalierung erweitert werden musste. Treiber sind „agentic development workflows" – autonome Coding-Agenten, die Repositorys, CI/CD-Pipelines und Pull Requests in einem Tempo belasten, das keine traditionelle Infrastrukturplanung vorhergesehen hatte.
Die Ironie: Microsoft zahlt nun seinen größten Cloud-Konkurrenten Amazon, um die eigene Entwicklerplattform stabil zu halten. Die strategische Entscheidung zeigt, dass die operative Risiken von GitHub-Downtime die politischen Kosten eines AWS-Deals überwiegen.