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Mozilla-Report: Open-Source-KI liegt nur 4,4 Monate hinter den Frontier-Modellen

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Mozillas zweiter State-of-Open-Source-AI-Report vom 15. September 2026 beziffert den Vorsprung geschlossener Frontier-Modelle erstmals präzise: noch 4,4 Monate. Wer für geschlossene Modelle zahlt, kauft sich demnach vor allem einen zeitlichen Vorsprung - zum rund fünffachen Preis pro erledigter Aufgabe.

Die Zahlen im Detail

  • Moonshots Kimi K3 liegt im Artificial Analysis Intelligence Index nur drei Punkte hinter Anthropics Fable 5 - bei 30 Prozent der Kosten.
  • Im Terminal-Bench 2.1 mit dem neutralen Harness von Vals AI scored Z.ais GLM 5.2 innerhalb eines Punktes von Claude Opus 4.7 und 4.8, bei einem Fünftel der Kosten pro Task.
  • Auf OpenRouter hatten im August acht der zehn Modelle mit dem höchsten Token-Volumen offene Gewichte.

Wo geschlossene Modelle trotzdem gewinnen

Nach der METR-Zeithorizont-Metrik erledigt das beste geschlossene Modell Aufgaben, die 1,7-mal so lang sind wie die des besten offenen Modells. Entscheidend ist das Band von acht bis zwölf Stunden Expertenaufwand: Länger als zwölf Stunden schafft aktuell kein Modell zuverlässig, kürzer als acht Stunden übernimmt das günstige offene Modell. Mozilla-CTO Raffi Krikorian nennt die Zahlung für Closed daher workload-spezifisch, nicht organisationsspezifisch. DoorDash etwa nutzt Kimi für Routinearbeit und reserviert Fable für schwierige Aufgaben.

Machtkonzentration als Risiko

Krikorian warnt: Die besten offenen Modelle sitzen in China, die besten geschlossenen in den USA - die offene Szene werde weitgehend von chinesischem Kapital getragen. Er fordert eine alternative Koalition aus öffentlichen Rechenprogrammen (Schweizer Apertus als Vorbild), Stiftungen und Philanthropie, ähnlich der Linux-Geschichte. Beim Umsatz hinken offene Modelle laut Linux-Foundation-Studie noch deutlich heran (4 zu 96 Prozent), allerdings mit Daten von Mitte 2025.

Original: Ars Technica