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Norwegen plant erstes KI-Brillen-Verbot: Smartglasses treffen auf harte Regulierung
Norwegen wird zum ersten großen Land, das ein vorübergehendes Verbot von KI-Brillen an ausgewählten öffentlichen Orten per Gesetz vorschlägt. Die Regierung will Parks, Strände, Schulen und Kindergärten unter Schutz stellen und zusätzlich eine Expertengruppe einrichten, die permanente nationale Regeln erarbeitet. Der Gesetzentwurf gilt als “hohe Priorität” und geht bald ins Parlament.
Was geplant ist
Digitalisierungsminister Torgeir Micaelsen begründet den Schritt mit der Sorge vor heimlichen Aufnahmen: Menschen riskierten, ohne ihr Wissen fotografiert, gefilmt oder aufgenommen zu werden. Ein zeitlich begrenztes Verbot verschaffe Zeit für eine fundierte Bewertung und eine breite Debatte als Grundlage dauerhafter Regeln. Ein Totalverbot ist ausdrücklich nicht geplant - erlaubt bleiben soll, wo niemand ohne Einverständnis aufgenommen werden kann.
Vorläufer und internationaler Druck
- Schulen in Oslo und Equinor, Norwegens größtes Unternehmen, haben KI-Brillen bereits aus Büros und Offshore-Anlagen verbannt
- Australien prüft Verbote in bestimmten öffentlichen Räumen, Gerichtssaale in mehreren Ländern haben bereits reagiert
- Kampagnen taufen die Geräte angesichts heimlicher Aufnahmen in Umkleidekabinen “Pervert Technology”
Milliardenmarkt trifft auf Widerstand
Meta, Google und OpenAI sehen Smartglasses als nächstes Tor zur KI - gesprochene Konversation statt App und Tastatur. Analysten von Counterpoint Research erwarten zwischen 2026 und 2032 mehr als eine Billion Dollar Umsatz mit Wearables. Die Regulierung läuft dem Markt nun voraus, und Norwegen macht den Anfang.
Quelle: Ars Technica / Financial Times