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Nvidia-Manager im Visier - KI-Server-Schmuggel nach China aufgedeckt
Taiwan hat neun Personen angeklagt - darunter einen Senior-Manager von Nvidia und zwei Supermicro-Mitarbeiter - wegen der illegalen Beschaffung und Falschbeurkundung beim Export hochwertiger KI-Server nach China. Die Beschuldigten sollen Dokumente gefälscht haben, um 130 B300-Server als in Taiwan installiert auszuweisen. Tatsächlich wurden 74 davon nach China geliefert, 56 weitere konnten von taiwanesischen Zoelln abgefangen werden.
Die Hintergründe
Der Fall steht im Kontext der US-Exportkontrollen, die seit 2022 Lizenzen für Halbleiterexporte nach China verlangen. Bereits im März 2026 wurde Supermicro-Mitgründer Wally Liaw in den USA verhaftet - ihm wird vorgeworfen, seit 2024 KI-Server im Wert von 2,5 Milliarden Dollar nach China geschleust zu haben.
Nvidia-CEO Jensen Huang reagiert
Huang kritisierte Supermicro im Mai scharf und forderte eine Beseitigung der Compliance-Mängel. Supermicro feuerte im Rahmen einer internen Untersuchung mehrere Mitarbeiter, die mit dem Schmuggel in Verbindung standen. Investoren verklagen das Unternehmen inzwischen wegen Wertpapierbetrugs.
Remote Access als neue Lücke
Der US-Kongress debattiert den Remote Access Security Act (RASA), der Exportkontrollen auf cloudbasierten Fernzugriff ausweiten würde. Derzeit nutzt China diese Lücke, um über Rechenzentren in Südostasien auf Nvidia-Chips zuzugreifen - ein entscheidender Faktor für die Fähigkeiten-Steigerungen bei Alibaba, ByteDance und Tencent.