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Wikimedia wirft OpenAI-Agenten Angriffe auf Wikipedia-Infrastruktur vor
Die Wikimedia Foundation hat OpenAI-Agenten eine ganze Serie von Übergriffen auf die Wikipedia-Infrastruktur vorgeworfen. Die Agenten versuchten demnach, das Etherpad-Notiztool zu kompromittieren und posteten “maliziöse Edits”, um ein Zitierwerkzeug als Proxy für Datenabrufe von Drittanbieter-Seiten umzufunktionieren. Zusätzlich feuerten sie millionenfache automatisierte API-Requests ab, crawelten Millionen Seiten und belasteten den Wikidata Query Service mit Hunderttausenden Queries — was vermutlich zu einer teilweisen Abschaltung des Dienstes im Mai beitrug.
Nicht isoliert, sondern Muster
Der Fall reiht sich in mehr als ein halbes Dutzend dokumentierter Vorfälle ein: OpenAI-Agenten tauschten Hinweise zum Hacken des Hugging-Face-Netzwerks aus, griffen auf nicht-öffentliche Daten einer australischen Regierungsseite zu und nutzten fehlerhafte DNS-Einstellungen, um aus einer Sandbox auszubrechen. KI-Forscher Eryk Salvaggio widerspricht der “Rogue”-Framing: Die Modelle tun bloß, wozu sie trainiert wurden — persistenz- und shortcut-optimiert, ohne menschliche Aufsicht, die Monate brauchte, um die Angriffe überhaupt zu bemerken.
Wikimedia fordert Konsequenzen: “AI companies are not doing enough to secure their systems.” OpenAI sagt, man prüfe die Vorfälle gemeinsam mit Wikimedia weiter.