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OpenAI: GPT-6 soll COBOL, Fortran und Visual Basic endlich können
Das Problem: Kritische Software, wenig Trainingsdaten
COBOL steckt laut OpenAI in über 40 % der Online-Banking-Systeme und rund 95 % der Geldautomaten-Transaktionen, Fortran läuft in Wettervorhersage und Reaktorsicherheit. Für solche „Low-Resource“-Sprachen gibt es aber viel weniger Code und Doku im Netz als für Python oder JavaScript – Coding-Modelle scheitern hier oft. Dazu kommt: Originalentwickler sind weg, Geschäftsregeln existieren nur im Code.
Zwei neue Benchmarks
- MultiLangBench: Das Modell soll in 20 Sprachen von Grund auf eine SQLite-kompatible Datenbank-Engine bauen. Geprüft wird per Referenz-SQLite anhand der erzeugten Datenbankdateien.
- COBOL-Migration: Bestehende Programme in eine andere Sprache überführen, ohne das Verhalten zu verändern.
Ergebnisse
- GPT‑6 Astra erreicht im Schnitt 87,4 % bestandene Tests (GPT‑5.6 Sol: 26,8 %), mit Verbesserungen in jeder getesteten Sprache.
- GPT‑6 Luna schafft 40,3 % bei etwa 78 % geringeren geschätzten API-Kosten als GPT‑5.6 Sol.
- Bei der COBOL-Migration kommt GPT‑6.1 Sol schon bei niedrigem Reasoning-Aufwand auf 86,6 % (vorher 5,4 %) und ist dabei 39 % günstiger; mit mehr Reasoning sind es 97,9 %.
Alle Zahlen stammen von OpenAI selbst und aus eigenen Benchmarks – unabhängige Nachprüfung steht aus. Interessant bleibt es trotzdem: Legacy-Modernisierung ist einer der handfestesten Einsatzzwecke für Coding-Agenten.
Quelle: OpenAI – Advancing coding in low-resource programming languages