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Enthüllte Schriftsätze: OpenAI-Spitze wusste von illegaler Massen-Buchpiraterie
Im Rechtsstreit Authors Guild v. OpenAI und Microsoft sind am 17. September weitere Schriftsätze entsiegelt worden - und sie sind brisant. Die Sammelklage läuft vor dem Southern District of New York; unter den Klägern sind George R.R. Martin, John Grisham, Jonathan Franzen und Jodi Picoult.
Was die Dokumente belegen
- Jack Clark (OpenAI Policy Director, Mai 2020): Die eigene Kreativ-Forschung “will make people unemployed”. Sorgen von Künstlern werde man “likely ignore … and release anyway”.
- Tarun Gogineni (2022 für Schreibqualität eingestellt): Sein Ziel war, die letzten Bände von “A Song of Ice and Fire” per GPT zu vollenden - “GPT-5 will autocomplete his series”. Autorenbeschwerden fand er “not all that sympathetic”, nannte sie “acceptable economic disruption” und prophezeite “the death of the reader”.
- Microsoft wusste seit April 2019 vom LibGen-Einsatz: Sam Altman und Dario Amodei hatten es Bill Gates und CTO Kevin Scott persönlich offengelegt.
- “Project Clear”: Im Juni 2022 löschte OpenAI seine LibGen-Dateien. Sorgen ging es um Optics: “‘openai uses copyrighted data from sketchy russian website’ auf Hacker News wäre unglücklich”.
Ausblick
Die Klägerseite fordert Partial Summary Judgment und stellt das schuldige Wissen der Konzerne ins Zentrum des Verfahrens. Eine Anhörung wird für Anfang 2027 erwartet.
Link: Authors Guild