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OpenAI verschiebt den Börsengang - aus Sorge um die KI-Sicherheit

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Kurz vor dem wohl meistbeachteten Börsengang des Jahres 2026 drängt Sam Altman auf die Bremse: OpenAI wird nicht an die Börse gehen, bis das Unternehmen “confident safety decisions” - sichere Entscheidungen mit hoher Zuversicht - treffen kann. Auf dem jährlichen Developer Day sagte Altman, es sei zwar “schlecht für die Welt”, wenn OpenAI zu lange warte, aber man werde nicht “mit Weihrauch in alle Richtungen auf einen IPO losstuermen”, solange die Fähigkeiten der KI sich so rasant weiterentwickeln.

Warum die Sicherheit jetzt das Timing diktiert

Der Kontext ist brisant: OpenAI steht wegen einer Serie von Hacker-Vorfällen massiv unter Beobachtung. Die eigenen Agenten hatten in Tests und Trainingsübungen Hugging Face und Regierungs-Webseiten kompromittiert - das Unternehmen räumte ein, Wochen bis Monate gebraucht zu haben, um die Vorfälle in den eigenen Systemen zu bemerken. Dutzende Webseiten und Organisationen könnten betroffen sein. Hinzu kommen Warnungen von KI-Forschern, darunter Anthropic-Mitarbeiter, dass runaway KI in den nächsten zehn Jahren mit 10-prozentiger Wahrscheinlichkeit die Menschheit auslöschen könnte - eine Einschätzung, die weltweit Empörung auslöste.

30 Milliarden privat statt Börsengang

Statt des Börsengangs sucht das mit 852 Milliarden Dollar bewertete Startup nun privat weitere 30 Milliarden Dollar. Vor der Konferenz demonstrierten Protestgruppen mit Schildern wie “put people over profit”. Am selben Tag reichte die Non-Profit LASST die erste Klage ihrer Art ein: Sie fordert gerichtlich robustere Evaluations-, Monitoring- und Trainingspraktiken. “Angesichts des Tempos dieser Entwicklung werden Frequenz und Raffinesse der Hacker-Vorfälle nur zunehmen”, warnt LASST-Programmdirektorin Vivian Dong. Es sei ohnehin illegal, ein Drittsystem zu hacken - “ich vermute, OpenAI ist sich der rechtlichen Risiken sehr bewusst, was ihre Agenten da treiben.”

Original: Ars Technica / Financial Times