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Opus 5.5 gegen GPT-6: Anthropic und OpenAI liefern sich Preisschlacht
Kaum hat OpenAI GPT-6 Sol und Luna vorgestellt, zieht Anthropic nach: Opus 5.5, die neue Version des Arbeitspferds für Coding und komplexe Wissensarbeit, kostet 4 Dollar Input und 20 Dollar Output pro Million Tokens - je 20 Prozent weniger als Opus 5. Cache-Reads, die bei Agenten- und Coding-Workloads den Großteil der Kosten ausmachen, fallen um 60 Prozent auf 0,20 Dollar. Anthropic spricht bei typischen Workloads von rund 40 Prozent Ersparnis, weil Opus 5.5 zusätzlich weniger Tokens pro Aufgabe verbraucht und über 30 Prozent schneller ausgibt.
Aufholjagd mit Sicherheits-Routing
Benchmarks von Anthropic zeigen Opus 5.5 teilweise vor GPT-6 Astra - Astra hatte Opus 5 zuletzt knapp geschlagen. In Hochrisiko-Bereichen wie Cybersecurity und Biologie gelten dieselben Schutzmechanismen wie bei Fable 5.1: Anfragen können transparent auf ältere Modelle geroutet werden.
Einordnung
Ars Technica sieht den eigentlichen Treiber im Markt: Unternehmen routen via Model-Routern zunehmend zu günstigeren Open-Weight-Alternativen. Beide Konzerne verkaufen deshalb nicht mehr nur Leistung, sondern Effizienz. Orchestrierung und Harnesses werden so wichtig wie die Modelle selbst - Kunden wollen vorhersagbare Deployments und niedrige Kosten, was als natürliche Verlangsamung des Frontier-Rennens wirken könnte.