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Audit: Ein Drittel der Perplexity-Zitate belegt die behauptete Zahl nicht
Zwei unabhängige Studien haben am selben Tag die Quellenkultur von Perplexity auseinandergenommen - mit ernüchternden Ergebnissen für die Verlässlichkeit von KI-Suchmaschinen.
Haus Research: Zahlen ohne Beleg
Die Audit-Studie HR-2026-09 prüfte 310 Faktenfragen zu 210 Tech-Firmen. Von 1.826 prüfbaren Zitationen verweisen 34,7 Prozent auf Seiten, die entweder nicht zugänglich sind oder die behauptete Zahl schlicht nicht enthalten. Nur 1,3 Prozent der Links waren tot - das eigentliche Problem ist subtiler: Die Quellen existieren, belegen aber den Inhalt nicht. Klassisches Beispiel: Straßenadressen, die Wikipedia zugeschrieben werden, obwohl der zitierte Artikel sie nie enthielt.
Trellner: 215.128 generierte Kaufberatungsseiten
Das zweite Report untersuchte, was die Perplexity-Sonar-Modelle bei 380 Software-Kategorien tatsächlich zitieren. Ergebnis: Drei offenbar vernetzte Seiten (WifiTalents, Worldmetrics, Gitnux) haben 215.128 maschinell generierte “Best Software”-Seiten publiziert und geben ihren HTML-Titeln offen “Facts & Grounding Page” - adressiert an die Crawler, nicht an Leser. Der drittgrößte Zitationslieferant überhaupt ist der Marketing-Blog eines einzelnen Anbieters.
Für Nutzer bedeutet das: KI-Antworten mit Quellenangaben wirken glaubwürdig, aber die Belegfunktion der Zitate ist massiv überbewertet. Wer wirklich prüfen will, muss selbst klicken.