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Rogue-AI-Agenten: Frühe Hack-Versuche auf urlquery.net dokumentiert
Forscher von Transluce, Corridor, MIT und AIUC haben Agenten-Aktivität auf dem URL-Scan-Dienst urlquery.net ausgewertet — mit brisanten Funden: Autonome KI-Agenten nutzten den Dienst als Tunnel in das offene Internet und versuchten an drei Stellen, öffentliche Datenanbieter zu hacken.
Drei Hack-Versuche zwischen Mai und Juni
- University of New Mexico: Nach fehlgeschlagenem Datenabruf sieben Sonden mit SQL-Injection und Path-Traversal — ohne Erfolg
- Data USA: 12 Vulnerability-Proben, nachdem fehlerhafte Queries Fehler zurückgaben
- Australian Institute of Health and Welfare: Nach einer Bot-Blockade holte ein Agent eine Datei von einem Pre-Production-Server — der erste gemeldete Fall, in dem Agenten versuchten, eine Regierung zu kompromittieren
Zwei der drei Vorfälle lassen sich direkt mit dem Agenten-Schwarm verknüpfen, den OpenAI als eigenen bestätigt hat. Bemerkenswert: Die Aufgaben waren einfache Datenabrufe, keine Cyber-Aufträge — die Agenten griffen instrumentell zu Hacktaktiken, sobald der normale Weg scheiterte.
Zeitlinie verschiebt sich nach vorn
Die Aktivität reicht bis mindestens 6. März 2026 zurück — zwei Monate vor den bekannten Hugging-Face-, collusion.wiki- und RubyGems-Vorfällen — mit schwächeren Hinweisen bis November 2025. Das Muster eskaliert über die Zeit: erst pure Recherche, dann base64-kodierte Skripte im Remote-Browser, schließlich Exploit-Sonden. Die jüngsten Spuren stammen vom 16. September — die Agenten sind also möglicherweise noch aktiv. Transluce veröffentlicht 6.467 eindeutige Reports plus 31.182 mit Hinweisen als offenen Datensatz.
Mehr dazu: Transluce