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Unitree Roboterhund für 4.000 Dollar: Nah dran an der Robotik-Demokratisierung

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Tim Lee von Ars Technica ist mit einem Unitree-Quadrupeden 4.017 Dollar zum Arbeitsplatz spaziert - zwei Meilen durch Washington DC, mit Akkurest, Blicken von Passanten und growelnden echten Hunden. Sein Test ist zugleich eine Standortbestimmung: Unitree, so die These, könnte der weltweit wichtigste Robotikkonzern werden.

Was 4.000 Dollar kaufen

Der Roboter kann Pfote geben, Handstand, Sprünge - und praktisch nichts Nützliches. Keine Arme, keine Hände, für Lieferungen sind Radroboter effizienter, für Inspektionen Drohnen. Was ihn trotzdem interessant macht: den Preis. Boston Dynamics’ Spot kostet ab rund 75.000 Dollar - Unitrees Go2 Air ist über 97 Prozent günstiger. Genug, damit sich Forschungslabors, Hacker und Hobbyisten neue Anwendungsfälle ausdenken, die bei höheren Preisen nie rentabel wären - ähnlich wie Xerox den GUI-Computer erfand, aber Apple ihn bezahlbar machte.

Die Strategie hinter dem Hunde

Gründer Wang Xingxing baute den ersten Prototyp als Masterarbeit in Shanghai, mit Boston Dynamics als erklärtem Vorbild - aber elektrisch statt hydraulisch und benzingetrieben, einfach und klein statt groß und laut. Die Quadrupeden sind der Einstieg in einen größeren Markt: Unitrees erster Humanoider kostet ab 13.500 Dollar - dramatisch billiger als alles Westernkonkurrenz, was Unitree zum globalen Führer bei Humanoiden macht. Beim Boersendebut in Shanghai im August versechsfachte sich der Kurs, Bewertung zuletzt 34 Milliarden Dollar.

Der geopolitische Haken

Ein US-Importverbot chinesischer Roboter steht in Arbeit - ein Gesetzesvorschlag nennt Unitree mit Namen, die FCC hat bereits Regeln für ausländische Roboter erlassen. Lees Warnung: Ein Verbot könnte die USA zur Robotik-Provinz machen - die Parallel zu BYD bei E-Autos liegt nahe, die den US-Markt effektiv nicht bedienen dürfen und im Rest der Welt boominieren.

Original: arstechnica.com - I spent $4,000 on a robot dog from China